Liebe/r Reader,
Zwischen all den Umzugskisten entsteht dieser Loveletter, eher mit meinen persönlichen Reflexionen und einem Blick auf unsere Welt.
Seit Wochen fliegt das Weltgeschehen an mir vorbei und ich merke, wie es meine Aufmerksamkeit zieht. An sich beschäftige ich mich wenig mit Nachrichten. Wenn ich mich über etwas informieren möchte, dann gezielt.
Oft beobachte ich, wie intensiv Nachrichten unser emotionales Befinden steuern können, uns in Angst und Schrecken versetzen, vielleicht in Unglauben oder in einen Zustand von Hoffnungslosigkeit, Ohnmacht und Einflusslosigkeit und wir vielleicht innerlich wie abstumpfen.
Gerade in der letzten Zeit folgt Schlagzeile für Schlagzeile.
Und alles passiert gleichzeitig. In manchen Ecken der Welt sind Kriege, woanders hungern Menschen und an einem anderen Ort baden Menschen im Überfluss.
Ich merke bei mir: Wenn ich mich zu viel mit Medien beschäftige, zeichnet sich das in meinem Nervensystem ab. Ich fühle mich unruhiger und gleichzeitig irgendwie leer.
Auch mit den sozialen Medien, gerade in letzter Zeit merke ich, wie viel sinnloser Content dort ist. Einmal drin, verschlucken die Algorithmen uns. Das Gehirn wird bombardiert mit Bullshit.
Ich nutze selbst soziale Medien und merke, wie wichtig es ist, dieses Thema bewusster zu betrachten. Immer wieder in den Körper zurückzukehren. Medienfreie Zeit zu schaffen. Nicht wahllos zu konsumieren, sich leer zu machen und einfach nur zu scrollen. Das macht echt einiges mit unserer Biochemie.
Die weltlichen Geschehnisse – Kriege, Epstein Files etc. – können dafür sorgen, dass wir uns stark von uns selbst entfernen und mehr in Angst leben. Ich sage nicht, dass wir all das ausblenden sollen.
Auf manche Dinge haben wir keinen Einfluss.
Aber wir haben Einfluss auf unseren Körper, unsere Emotionen, unsere Gedanken und unsere Beziehungen.
Und wir dürfen ein Bewusstsein dafür entwickeln, wofür wir unser Geld ausgeben und welche Unternehmen wir damit unterstützen. Wie viel Zeit wir im Außen verbringen – mit Informationen, Social Media und Co. – und wie viel Zeit wir mit uns selbst sind.
Was wir dafür tun, um wirklich in Kontakt mit uns zu sein und unseren Liebsten.
Wenn wir dauerhaft in Angst sind oder unseren Kopf mit Informationen vollstopfen, verlieren wir den Kontakt zu uns selbst: zu unserem Körper, zu unserer inneren Klarheit.
Ich beobachte gerne Menschen auf der Strasse und manche sehen wirklich ferngesteuert aus.
Mein höchster Wert war schon immer die Freiheit. Damit meine ich eine innere Freiheit nicht aus Mustern, Abwehrstrategien und Schutzmechanismen heraus zu reagieren, sondern immer wieder nach der eigenen Wahrheit zu suchen.
Es gibt Menschen auf dieser Welt, die nicht den Luxus haben, sich mit persönlicher Entwicklung zu beschäftigen, weil sie mit dem Überleben beschäftigt sind.
Aber wenn wir diesen Raum haben, dann geht es auch darum, Verantwortung zu übernehmen. Für unseren inneren Zustand. Für das, was wir konsumieren. Für unsere emotionale Hygiene.
Und immer wieder zu prüfen:
Was tut mir wirklich gut?
Was bringt mich näher zu mir und was entfernt mich von mir?
Der Tantra Workshop ist ein schöner Übungsplatz. Doch das wahre Tantra beginnt immer wieder im Alltag. (darüber habe ich schon öfters geschrieben)
In den Momenten, wie ich mit mir bin, mit meinen Mitmenschen, in meinen Beziehungen etc.
Wie integrieren wir all das, was wir in Workshops erfahren?
Und wie schaffen wir es, in Verbindung zu bleiben mit uns selbst? Das sind immer wieder die Themen und Fragen, die ich mir stelle.
Vielleicht ist genau das gerade unsere Praxis.
Ich beende diesen Loveletter an dieser Stelle. Vielleicht magst du deine Gedanken mit mir teilen. Und wenn dich ein Thema näher interessiert, über das du lesen möchtest, dann schreibe uns.
Alles Liebe
Kristina
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Herzliche Grüße
Heart of Tantra
Christian und Kristina
Erfüllte Sexualität, tiefe Liebe und ein geiles Leben. Retreats, Bodywork und Coaching für die Verbindung zu dir selbst und anderen.
www.heartoftantra.de
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